#26: Moderne Einsiedler in Japan

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Hinter verschlossenen Türen verschwinden in ganz Japan über eine Million Menschen stillschweigend aus der Gesellschaft, nicht physisch, sondern sozial. Bekannt als Hikikomori, ziehen sich diese Personen, von Teenagern bis zu Erwachsenen mittleren Alters, in eine längere Isolation zurück und sind oft monatelang oder sogar jahrelang in ihren Schlafzimmern eingesperrt.
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Es ist keine Rebellion – es ist ein Rückzug, ein langsames Abkoppeln von Schule, Arbeit und Freunden, angetrieben von Angst, Scham oder einem tiefen Gefühl der Unzulänglichkeit. Sie leben mit der Familie zusammen, existieren aber in emotionaler Einsamkeit. Während Japans schnelllebiges, leistungsstarkes Umfeld draußen floriert, werden Hikikomori zu Schatten im Inneren, die eine stille Epidemie der Entfremdung in einer Welt verkörpern, die selten innehält, um zuzuhören.

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